Kognitive Kriegsführung – was wie die Handlung eines mittelmäßigen Science-Fiction-Romans klingt, ist in Wirklichkeit zu einer der drängendsten Debatten der aktuellen Sicherheitspolitik geworden.
Moderne Konflikte finden zunehmend im menschlichen Geist statt. Kognitive Kriegsführung zielt nicht darauf ab, Infrastruktur zu zerstören oder stehende Armeen im herkömmlichen Sinne zu besiegen.
🧠 Kognitive Kriegsführung zielt auf die Grundlagen der Wahrnehmung, des Vertrauens und der Entscheidungsfindung ab. Dabei verbindet es nahtlos psychologische Operationen und strategische Kommunikation mit neuen, KI-gestützten Technologien und macht keinen Unterschied zwischen Soldaten und Zivilisten.
Die entscheidende Frage ist: Wie können wir die kognitive Resilenz stärken und Maßnahmen ergreifen?
Das war das zentrale Thema unseres "Side Events" auf der Munich Security Conference, die wir gemeinsam mit den Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. im Amerikahaus in München durchgeführt haben. Neben 320 Gästen begrüßte unsere Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer den Außenminister Estlands Margus Tsahkna für die Keynote, Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, Admiral Pierre VANDIER, Oberbefehlshaber der NATO für Transformation, Tanna Krewson, Expertin für globale kognitive Kriegsführung und Janis Sarts, Direktor des NATO Strategic Communications Centre of Excellence in Riga.
In der Diskussion unter der Moderation von Prof. Dr. Natascha Zowislo-Grünewald wurde deutlich:
🗣️ Moderne Konflikte beginnen nicht mit territorialen Invasionen. Krieg beginnt in den Köpfen, bevor er die Grenzen erreicht. "Kognitive Kriegsführung findet längst statt", konstatierte Annegret Kramp-Karrenbauer.
📶 Politik, Militär und Gesellschaft müssen sich bewusst sein, vorbereitet sein und in der Lage sein, im Kampfgebiet der Gedanken zu handeln.
😨 Wir sollten uns bei unseren Entscheidungen nicht von Angst leiten lassen.
Es herrschte Einigkeit darüber, dass es jetzt von entscheidender Bedeutung ist, Vertrauen in die Gesellschaft und ihre Institutionen aufzubauen und wiederherzustellen. „Wir können und dürfen darüber nicht schweigen und müssen unsere Bevölkerungen über die kognitive Kriegsführung Russlands aufklären!“, so Außenminister Margus Tsahkna. Wenn wir nicht handeln, könnten wir Kämpfe verlieren, bevor sie überhaupt begonnen haben.
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