Thomas Bähr
3. intranda Viewer Tag
07.10.2015, intranda, Göttingen
Digitale Langzeitarchivierung an der TIB
Lösungen für die digitale LZA sehen von Außen oft attraktiv aus…
2
www.kreuzfahrt-sonne.de/Kreuzfahrten/Seetours/Aida_Aura/aida_aura_bilder.htm
3
… sind „unter Deck“ aber meist harte Arbeit!
www.hg-klug.de/kjk/philip/ban0.jpg
Digitale
Daten
(born
digital)
Print
zu
Digital
(Retro-
digitalisierung)
Print
zu
Print
(Bestands-
erhaltung)
Unterschiedliche Archivierungsstrategien
Verfügbarkeit
Archiv für textuelle / nicht-textuelle Medien
KlassischeBestandserhaltung
DigitaleLangzeitarchivierung
Was bedeutet Langzeitarchivierung?
5
„klassische“ Bestandserhaltung / Retrodigitalisierung
Bestandserhaltungsmaßnahmen
• Buchpflege
• Entsäuerung
• Restaurierung
hausinterne Retrodigitalisierung
• 180°Scanner, V-Wippe, Großformat-Scanner
• Digitalisierung, Strukturdatenerfassung, OCR, LZA
• In Verbindung mit:
• DDB
• Europeana
6
Mikroformen
Digitalisierung und Archivierung der Bestände aus dem Regionalreferat Osteuropa
• Material hat hohe inhaltliche Bedeutung, insbesondere aus den Bereichen Luft-
und Raumfahrt (Russian Academy of Science)
• TIB vermutlich im Alleinbesitz außerhalb Osteuropas
Film
(Kapsel)
Film
(Spule)
Mikrofiche Mikrokarten Summe
Reports /
Reihen
110.000 105.000 2.380.000 210.000 2.805.000
Disserta-
tionen
- 30.000 450.000 - 480.000
Osteuropa 10.000 5.000 60.000 - 75.000
7
CD-Archivierung
• Bis ca. 2010 stellte die CD im alltäglichen Gebrauch wie auch im bibliothekarischen
Umfeld die größte Verbreitung bei tragbaren digitalen Datenträger dar.
• Ca. 40.000 CDs im Bestand
• Allein die Beilagen-CDs zu Monographien wurden 2013 1.500 mal angefragt.
• Wichtigste Aufgabe  Trennen der Daten vom Datenträger
IWF-Bestand
• November 2012 - Medienbestand der
IWF Wissen und Medien gGmbH auf
die TIB übertragen
• Sammlungsschwerpunkte: technisch-
naturwissenschaftlichen Fächer,
Biologie, Ethnologie
• Besondere Sammlungen wie
Encyclopaedia Cinematographica
• Ca. 10.000 Filme (digital und analog)
8
Quelle: Leyhausen, Paul: Elephas maximus (L.) - Schritt, CC BY-NC-ND 3.0 DE
9Graphic based on Thibodeau [2002], Ludwig [2010] und Rauber [2012]
Ebenen der Langzeitarchivierung
10
Digitales Langzeitarchiv
Pilot Projekt zur Digitalen Langzeitarchivierung 2009-2011
• Evaluierung technologischer, organisatorischer und institutioneller Anforderungen an
ein kooperativ betriebenes Langzeitarchivierungssystem
• Vergleichende Analyse verschiedener Systeme: DuraSpace, DIAS, LOCKSS, Portico,
Tessella SDB, Ex Libris Rosetta
• Testimplementierung eines Systems basierend auf Ex Libris Rosetta
Seit 2012 Produktivbetrieb
• Rosetta als Systemkern des Goportis Langzeitarchivs
• System wird von TIB gehostet
• Archivierung von ca. 20 Millionen Dateien mit 74 TB
Was bedeutet kooperative Langzeitarchivierung?
kooperativ bedeutet
• Betrieb eines LZA-Systems im Verbund der 3 Zentralen Fachbibliotheken
• gemeinsame Strategie zur digitalen Langzeitarchivierung
• TIB stellt Hardware, Software und Infrastruktur
• Dienstleistung als Partnerschaftsmodell
• Teilen personeller Ressourcen
• Entwicklung einer gemeinsamen Policy
• gemeinsame Zertifizierung
http://svog-mooswiese-neumarkt.de/archiv/index.html
Rosetta
Ingest
Technical
Validation
(autom.)
Search
Tool
Technical
Analyst
Enrichment
(autom.)
Archival
Storage
[dark archive]
Content
Manager Assessor
SIP
AIP
System
Administrator
Content
Validation
Producer
Preservation
Analyst
Preservation Action
Preservation Plans
Risk Management
eDoc
Server
Access-
Copy
GBV
Original
File
Anreicherung mit
deskriptiven Metadaten
(Dublin Core)
Bereitstellung
im Bedarfsfall
Beispiel manueller Workflow Dissertationen
Konsortium
• unterschiedlicher Zugang auf institutioneller / konsortialer Ebene
• detailliertes User Management
• weitere Entwicklung des Konsortialmodells
Open interfaces
• Submission Application zu DSpace war leicht zu realisieren
• Anbindung des Katalogsystems über SRU (Search/Retrieve via URL) war
problematischer
Konfiguration
• Rosetta unterstützt vollen “end-to-end” Workflow
• sehr detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten für alle Aspekte im Workflowprozess
• tägliche Arbeit: “system in constant development”
www.lifecyclestep.com/browse/463.2.4CreateSimpleModels.htm
Erfahrungen – System
http://www.nordschwarzwald.ihk24.de/existenzgruendung/Unternehmensentwicklung/fachbeitraege/strategie/548146/Swot_Analyse.html
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument der Strategischen Planung. Sie dient der
Positions-bestimmung und der Strategieentwicklung von Organisationen.
SWOT-Analyse
Chancen
• offizielles Mandat für die digitale Erhaltung
• wachsende politische Unterstützung für digitalen Langzeitarchivierung
• bewegen zur Zentralisierung von digitale Bewahrung, Verantwortung und Aktivitäten
• Entwicklungen der digitalen Erhaltungsgemeinde (beispielsweise PRONOM)
Gefahren
• mangelnde Vergleichbarkeit und Interoperabilität von Strategien
• ändern internen Strategien
• mangelnde Kontrolle über die Daten
• keine ausreichende Transparenz
• veränderte Rahmenbedingungen (beispielsweise Formate, Hardware)
• Abhängigkeit von externer Finanzierung
• rechtliche Einschränkungen
• Fokussierung auf bestimmte Materialtypen
• Umgang mit vertraulichen Inhalten
SWOT-Analyse – externe Faktoren
Stärken
• gemeinsamen Personalressourcen
• gemeinsame Hard- und Software Ressourcen
• gemeinsame Entwicklungsaktivitäten
• Erweiterung des Anwendungsbereiches (beispielsweise auf nicht-textuelle
Materialien)
Schwächen
• Abhängigkeit von beteiligten Partnern (technisch, organisatorisch, finanziell)
• Abhängigkeit vom gewählten System
• Abhängigkeit vom persönlichen Know-how
• unterschiedliche Archivierungsstandards und Archivierungsstrategien unter den
Partnern
• hohe Anzahl von Integrationspunkten
• keine individuelle Skalierbarkeit und Veränderbarkeit des Systems
• unklar Grenzen des Systems
• unklare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten
• keine strukturierten Entscheidungsprozesse
SWOT-Analyse – interne Faktoren
Dienstleistungsumfang
• Bereitstellung von Infrastruktur und Hardware inkl. Konfiguration, Monitoring
und Backup
• Bereitstellung von Software inkl. kundenspezifischer Konfiguration und
Qualitätskontrollen
• Beratung
• Pre-Ingest
• Ingest
• Archivierung
• Preservation Management
• Access
• DOI-Vergabe
Materialien in den entsprechenden Standardformaten
• Textuelle Materialien
• Nicht-textuelle Materialien (Bild, AV, 3-D)
• derzeit keine Forschungsdaten
17
Dienstleistungsangebot
Service-Level
1. Level
• Beratung und Konzeptentwicklung zur Erstellung von SIP
• Pre-Ingest (Analyse und Strukturierung der Objektpakete und Metadaten)
• Ingest und Erstellung eines AIP gemäß Konzept
• Bitstream-Preservation
• Erstellung von Berichten und Statistiken
• Auslieferung von AIP an den Kunden (Trigger Event)
2. Level
Wie Level 1 plus:
• Technology Watch
• Preservation Management (ohne Erhaltungsmaßnahmen berechnet)
3. Level
Wie Level 2 plus:
• Access (permanenter Zugriff auf DIP)
18
19
Wissenschaftliche Aktivitäten / Zertifizierung / Netzwerke
EU-Projekt DURAARK – developing long-term preservation tools that will be
especially tailored to the domain of architectural 3D content
Netzwerkarbeit
Zertifizierung
„Data Seal of Approval“
20
Beginnen, bevor es zu spät ist!!!
http://worldmaritimenews.com/wp-content/uploads/2015/06/Ardent-Ardentia-Marine-to-Remove-Oil-from-Oleg-Naydenov-622x468.jpg
thomas.baehr@tib.uni-hannover.de

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3. intranda viewer Tag: Digitale Langzeitarchivierung an der TIB

  • 1. Thomas Bähr 3. intranda Viewer Tag 07.10.2015, intranda, Göttingen Digitale Langzeitarchivierung an der TIB
  • 2. Lösungen für die digitale LZA sehen von Außen oft attraktiv aus… 2 www.kreuzfahrt-sonne.de/Kreuzfahrten/Seetours/Aida_Aura/aida_aura_bilder.htm
  • 3. 3 … sind „unter Deck“ aber meist harte Arbeit! www.hg-klug.de/kjk/philip/ban0.jpg
  • 4. Digitale Daten (born digital) Print zu Digital (Retro- digitalisierung) Print zu Print (Bestands- erhaltung) Unterschiedliche Archivierungsstrategien Verfügbarkeit Archiv für textuelle / nicht-textuelle Medien KlassischeBestandserhaltung DigitaleLangzeitarchivierung Was bedeutet Langzeitarchivierung?
  • 5. 5 „klassische“ Bestandserhaltung / Retrodigitalisierung Bestandserhaltungsmaßnahmen • Buchpflege • Entsäuerung • Restaurierung hausinterne Retrodigitalisierung • 180°Scanner, V-Wippe, Großformat-Scanner • Digitalisierung, Strukturdatenerfassung, OCR, LZA • In Verbindung mit: • DDB • Europeana
  • 6. 6 Mikroformen Digitalisierung und Archivierung der Bestände aus dem Regionalreferat Osteuropa • Material hat hohe inhaltliche Bedeutung, insbesondere aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt (Russian Academy of Science) • TIB vermutlich im Alleinbesitz außerhalb Osteuropas Film (Kapsel) Film (Spule) Mikrofiche Mikrokarten Summe Reports / Reihen 110.000 105.000 2.380.000 210.000 2.805.000 Disserta- tionen - 30.000 450.000 - 480.000 Osteuropa 10.000 5.000 60.000 - 75.000
  • 7. 7 CD-Archivierung • Bis ca. 2010 stellte die CD im alltäglichen Gebrauch wie auch im bibliothekarischen Umfeld die größte Verbreitung bei tragbaren digitalen Datenträger dar. • Ca. 40.000 CDs im Bestand • Allein die Beilagen-CDs zu Monographien wurden 2013 1.500 mal angefragt. • Wichtigste Aufgabe  Trennen der Daten vom Datenträger
  • 8. IWF-Bestand • November 2012 - Medienbestand der IWF Wissen und Medien gGmbH auf die TIB übertragen • Sammlungsschwerpunkte: technisch- naturwissenschaftlichen Fächer, Biologie, Ethnologie • Besondere Sammlungen wie Encyclopaedia Cinematographica • Ca. 10.000 Filme (digital und analog) 8 Quelle: Leyhausen, Paul: Elephas maximus (L.) - Schritt, CC BY-NC-ND 3.0 DE
  • 9. 9Graphic based on Thibodeau [2002], Ludwig [2010] und Rauber [2012] Ebenen der Langzeitarchivierung
  • 10. 10 Digitales Langzeitarchiv Pilot Projekt zur Digitalen Langzeitarchivierung 2009-2011 • Evaluierung technologischer, organisatorischer und institutioneller Anforderungen an ein kooperativ betriebenes Langzeitarchivierungssystem • Vergleichende Analyse verschiedener Systeme: DuraSpace, DIAS, LOCKSS, Portico, Tessella SDB, Ex Libris Rosetta • Testimplementierung eines Systems basierend auf Ex Libris Rosetta Seit 2012 Produktivbetrieb • Rosetta als Systemkern des Goportis Langzeitarchivs • System wird von TIB gehostet • Archivierung von ca. 20 Millionen Dateien mit 74 TB
  • 11. Was bedeutet kooperative Langzeitarchivierung? kooperativ bedeutet • Betrieb eines LZA-Systems im Verbund der 3 Zentralen Fachbibliotheken • gemeinsame Strategie zur digitalen Langzeitarchivierung • TIB stellt Hardware, Software und Infrastruktur • Dienstleistung als Partnerschaftsmodell • Teilen personeller Ressourcen • Entwicklung einer gemeinsamen Policy • gemeinsame Zertifizierung http://svog-mooswiese-neumarkt.de/archiv/index.html
  • 12. Rosetta Ingest Technical Validation (autom.) Search Tool Technical Analyst Enrichment (autom.) Archival Storage [dark archive] Content Manager Assessor SIP AIP System Administrator Content Validation Producer Preservation Analyst Preservation Action Preservation Plans Risk Management eDoc Server Access- Copy GBV Original File Anreicherung mit deskriptiven Metadaten (Dublin Core) Bereitstellung im Bedarfsfall Beispiel manueller Workflow Dissertationen
  • 13. Konsortium • unterschiedlicher Zugang auf institutioneller / konsortialer Ebene • detailliertes User Management • weitere Entwicklung des Konsortialmodells Open interfaces • Submission Application zu DSpace war leicht zu realisieren • Anbindung des Katalogsystems über SRU (Search/Retrieve via URL) war problematischer Konfiguration • Rosetta unterstützt vollen “end-to-end” Workflow • sehr detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten für alle Aspekte im Workflowprozess • tägliche Arbeit: “system in constant development” www.lifecyclestep.com/browse/463.2.4CreateSimpleModels.htm Erfahrungen – System
  • 14. http://www.nordschwarzwald.ihk24.de/existenzgruendung/Unternehmensentwicklung/fachbeitraege/strategie/548146/Swot_Analyse.html Die SWOT-Analyse ist ein Instrument der Strategischen Planung. Sie dient der Positions-bestimmung und der Strategieentwicklung von Organisationen. SWOT-Analyse
  • 15. Chancen • offizielles Mandat für die digitale Erhaltung • wachsende politische Unterstützung für digitalen Langzeitarchivierung • bewegen zur Zentralisierung von digitale Bewahrung, Verantwortung und Aktivitäten • Entwicklungen der digitalen Erhaltungsgemeinde (beispielsweise PRONOM) Gefahren • mangelnde Vergleichbarkeit und Interoperabilität von Strategien • ändern internen Strategien • mangelnde Kontrolle über die Daten • keine ausreichende Transparenz • veränderte Rahmenbedingungen (beispielsweise Formate, Hardware) • Abhängigkeit von externer Finanzierung • rechtliche Einschränkungen • Fokussierung auf bestimmte Materialtypen • Umgang mit vertraulichen Inhalten SWOT-Analyse – externe Faktoren
  • 16. Stärken • gemeinsamen Personalressourcen • gemeinsame Hard- und Software Ressourcen • gemeinsame Entwicklungsaktivitäten • Erweiterung des Anwendungsbereiches (beispielsweise auf nicht-textuelle Materialien) Schwächen • Abhängigkeit von beteiligten Partnern (technisch, organisatorisch, finanziell) • Abhängigkeit vom gewählten System • Abhängigkeit vom persönlichen Know-how • unterschiedliche Archivierungsstandards und Archivierungsstrategien unter den Partnern • hohe Anzahl von Integrationspunkten • keine individuelle Skalierbarkeit und Veränderbarkeit des Systems • unklar Grenzen des Systems • unklare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten • keine strukturierten Entscheidungsprozesse SWOT-Analyse – interne Faktoren
  • 17. Dienstleistungsumfang • Bereitstellung von Infrastruktur und Hardware inkl. Konfiguration, Monitoring und Backup • Bereitstellung von Software inkl. kundenspezifischer Konfiguration und Qualitätskontrollen • Beratung • Pre-Ingest • Ingest • Archivierung • Preservation Management • Access • DOI-Vergabe Materialien in den entsprechenden Standardformaten • Textuelle Materialien • Nicht-textuelle Materialien (Bild, AV, 3-D) • derzeit keine Forschungsdaten 17 Dienstleistungsangebot
  • 18. Service-Level 1. Level • Beratung und Konzeptentwicklung zur Erstellung von SIP • Pre-Ingest (Analyse und Strukturierung der Objektpakete und Metadaten) • Ingest und Erstellung eines AIP gemäß Konzept • Bitstream-Preservation • Erstellung von Berichten und Statistiken • Auslieferung von AIP an den Kunden (Trigger Event) 2. Level Wie Level 1 plus: • Technology Watch • Preservation Management (ohne Erhaltungsmaßnahmen berechnet) 3. Level Wie Level 2 plus: • Access (permanenter Zugriff auf DIP) 18
  • 19. 19 Wissenschaftliche Aktivitäten / Zertifizierung / Netzwerke EU-Projekt DURAARK – developing long-term preservation tools that will be especially tailored to the domain of architectural 3D content Netzwerkarbeit Zertifizierung „Data Seal of Approval“
  • 20. 20 Beginnen, bevor es zu spät ist!!! http://worldmaritimenews.com/wp-content/uploads/2015/06/Ardent-Ardentia-Marine-to-Remove-Oil-from-Oleg-Naydenov-622x468.jpg